diakonia malz
Seidlstraße 4
80335 München
Tel. 089 - 12 15 95 - 23
Fax: 089 - 12 15 95 - 46
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Leitbild der diakonia


Die diakonia GmbH ist eine gemeinnützige Organisation zur Förderung beruflicher Integration und Beschäftigung in München und Ebersberg.

diakonia hat Angebote für Menschen, die aufgrund schwieriger Lebenslagen oder anderer Beeinträchtigungen nur schwer Arbeit finden. Hier finden sie einen Ort sinnvoller und wertschöpfender Arbeit, an dem Fähigkeiten (wieder)entdeckt und weiter entwickelt werden können.

diakonias Auftrag ist es, Menschen zu stärken, ihnen berufliche Orientierung zu ermöglichen, sie zu qualifizieren und auszubilden. In den Betrieben der diakonia wurden dafür 400 Arbeitsplätze und Beschäftigungsgelegenheiten mit sehr differenzierten fachlichen und persönlichen Anforderungen geschaffen.


diakonia orientiert sich an christlichen Werten. Die gemeinnütziige Gesellschaft wurde 1996 vom Evangelisch-Lutherischen Dekanatsbezirk und der Inneren Mission München gegründet.

Leitsätze


Portrait Dieter Sommer„Bei allem wirtschaftlichen Denken und Streben nach Effektivität muss unser Auftrag, Menschen durch würdevolle Beschäftigung beruflich und sozial zu integrieren, in allem was wir tun deutlich in Erscheinung treten.”
(Dieter Sommer, Geschäftsführer)

1. diakonia ist ein werte-orientiertes Unternehmen und handelt auf ethischer Grundlage von Humanität und sozialer Gerechtigkeit.

Die Angebote der diakonia geben arbeitslosen Menschen die Chance, eigene gesellschaftliche Anerkennung, Selbstbestimmtheit und soziale Integration zu erreichen (Empowerment). Die Teilhabe an Arbeit und Bildung verbessert die Chancen auf eine nachhaltige soziale und berufliche Entwicklung und fördert die eigenständige Fortsetzung dieser Prozesse (lebenslanges Lernen).

2. Unsere inhaltlichen Handlungskonzepte haben eine klare sozialpolitische Position.

diakonia setzt sozialpolitische Akzente durch Projekte, Initiativen, Konzepte und Öffentlichkeitsarbeit, um die Interessen der arbeitslosen Bevölkerung zu vertreten, auf Problemlagen aufmerksam zu machen und Verbesserungen zu bewirken.

3. Der Einzelne wird gesehen, die Gemeinschaft gefördert.

In einer Zeit, in der die Angebote der freien Wohlfahrtspflege und freier sozialer Einrichtungen zurück gedrängt werden, stemmt sich diakonia gegen die Überbetonung betriebswirtschaftlicher Perspektiven durch die besondere Würdigung menschlicher und mitmenschlicher Aspekte.

4. Unsere Handlungen sind der Chancengerechtigkeit, unabhängig von Geschlecht, Abstammung, Nationalität, Religion und Weltanschauung verpflichtet.

diakonia achtet auf Gerechtigkeit in der eigenen betrieblichen Realität und fördert die Chancengerechtigkeit durch geeignete Maßnahmen. Im gesamten betrieblichen Geschehen sind wir darum bemüht, die unterschiedlichen Lebenssituationen, kulturellen Hintergründe und Interessen von Frauen und Männern zu berücksichtigen.

5. Nachhaltigkeit im Umgang mit allen Ressourcen hat einen sehr hohen Stellwert.

Bei Fragen der individuellen beruflichen und sozialen Integration konzentriert sich diakonia auf die Humanressourcen. Ökologisch sinnvolle Dienstleistungen haben bei der diakonia eine besondere Bedeutung für die Schaffung neuer, zusätzlicher Arbeitsplätze. Bei dem Einsatz eigener Arbeitsressourcen und dem Einsatz öffentlicher Mittel wird auf die nachhaltige Wirkung besonders geachtet.

6. Arbeitsplatzanforderungen, -ausstattungen und -prozesse erhalten die Gesundheit der Beschäftigten.

diakonia übernimmt Verantwortung für den Erhalt und die Verbesserung der Gesundheit ihrer Beschäftigten. Neben einer entsprechenden Arbeitsplatzgestaltung mit förderlichen Arbeitsmitteln und dem Angebot leistungsgerechter Tätigkeiten, werden Maßnahmen der aktiven und passiven betrieblichen Gesundheitsförderung unterstützt, initiiert und finanziell gefördert.

7. Die Marktorientierung unserer Betriebe fördert die berufliche Integration.

Die diakonia arbeitet in betrieblichen Strukturen um die Beschäftigten auf die Anforderungen des allgemeinen Arbeitsmarktes vorzubereiten. Dafür werden Angebote marktrelevanter betrieblicher Qualifizierung immanent bereitgestellt.

8. Öffentliche Auftraggeber sind für uns Partner auf Augenhöhe.

Die diakonia versteht sich als Dienstleister und Partner öffentlicher Auftraggeber. Sie vermeidet dabei einseitige wirtschaftliche Abhängigkeiten, um die Unabhängigkeit in der Umsetzung eigener Konzepte, die sich aus den Bedarfslagen der arbeitslosen Menschen ergeben, zu bewahren. Dienstleistungserträge aus gewerblicher oder berufs-, sozialpädagogischer Arbeit haben daher eine höhere Bedeutung als öffentliche Lohnkostenzuschüsse.

9. Die berufliche und soziale Integration jedes Einzelnen ist unser Erfolg.

Der Erfolg der diakonia und ihrer verantwortlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellt sich erst durch die langfristige und stabile berufliche und soziale Integration der Beschäftigten ein.

Die Geschäftsführung ist für die Entwicklung des Leitbildes und für seine Inhalte zuständig. Das Leitbild der diakonia wird gemeinsam mit den Mitarbeiterinnen und den Mitarbeitern, mindestens den verantwortlichen Betriebs-/Fachgebietsleitungen, entwickelt. Es wird der Belegschaft über die Mitarbeitervertretung vorgelegt sowie der Gesellschafterversammlung, um weitere Ergänzungen zu ermöglichen. Das Leitbild wird vom Beirat der diakonia beschlossen und freigegeben. Das Leitbild der diakonia trifft Aussagen von langfristiger Gültigkeit. Es wird im Rahmen der Managementbewertung überprüft und ggf. mit dem oben beschriebenen Verfahren verändert, beschlossen und freigegeben.

 

 

 

Geschichte der diakonia

 


1996

Gegründet wurde die diakonia von der Inneren Mission München und dem Evangelisch-Lutherischen Dekanat München. Die gemeinnützige Einrichtung gibt arbeitslosen Menschen nicht nur die Chance auf einen befristeten Arbeitsplatz, sie erhalten eine zusätzliche Qualifizierung für den allgemeinen, den sogenannten ersten Arbeitsmarkt. Starthilfe ist ein Scheck über 285.000 Mark, u. a. aus Mitteln der landeskirchlichen Aktion "1+1 - Mit Arbeitslosen teilen".

1997

Schon im ersten Jahr konnte diakonia 36 Arbeitsplätze in den Bereichen Verwaltung, mobile Hausmeisterei, Hausdienste und EDV schaffen. Über die Hälfte von ihnen  (56 %) wurden in den allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelt.

1998

Die TipTopBOX wird gegründet. Hier verarbeiten die Mitarbeiter/-innen leere Tonerkartuschen und Tintenpatronen.

1999

Das GebrauchtWarenhaus wird eröffnet. diakonia beschäftigt erstmals 50 Arbeitnehmer/-innen.

2001

diakonia Ebersberg wird gegründet. Der soziale Beschäftigungsbetrieb konzentriert sich auf Menschen mit psychischen Erkrankungen.

diakonia Hausdienste (heute diakonia inhouse) übernimmt erstmals die Komplettbewirtschaftung einer Kindertagesstätte.

2001

diakonia beschäftigt erstmals über 100 Arbeitnehmer/-innen.

2002

diakonia übernimmt die Trägerschaft des MALZ, Münchner Arbeitslosenzentrum.

Die Mobile Hausmeisterei wird zum Malerfachbetrieb.

2003

diakonia zählt inzwischen 150 Beschäftigte.

2004

kleidsam, Second Hand für Frauen, eröffnet ein Ladengeschäft in der Blutenburgstraße 65.

diakonia GebrauchtWarenhaus gründet mit lebhaft, Second Hand lifestyle, eine Außenstelle in der Schleißheimer Str. 81.

2005

diakonia beschäftigt 200 Arbeitnehmer/-innen.

Schneiderkunst im Gartenhaus ist ein neues Mode-Design-Projekt des kleidsam.

Acht Auszubildende beginnen bei diakonia ihre betriebliche Ausbildung.

2006

diakonia feiert das zehnjährige Gründungsjubiläum mit allen Beschäftigten im Alten Rathaus.

Das kleidsam bekommt Nachwuchs, das kinderkleidsam in der Blutenburgstr. 112 verkauft gebrauchte Kinderkleidung bis Größe 152.

Im Dezember 2006 sind über 300 Menschen bei der diakonia beschäftigt.

2007

In Neuhausen wird ein weiterer Secondhand-Laden, stoffwechsel, eröffnet.

Zusammen mit dem IBZ (Integrationsberatungszentrum) Mitte West führt diakonia das Projekt "Potenziale-Fähigkeitenanalyse im Verbund" durch.

Die kleiderkammer der Inneren Mission München wird organisatorisch in die diakonia integriert.

2008

diakonia beschäftigt in den elf Betrieben über 300 Arbeitnehmer/-innen.

Das Walmdachhaus der Erlöserkirche wird in Betriebsträgerschaft übernommen.

Im Juni zählt die diakonia erstmals 400 Beschäftigte.

In der Seidlstraße 4, direkt am Hauptbahnhof, erhalten Verwaltung, Bildungsangebote und diakonia inhouse einen neuen Standort.

2009

WertStoff #4 ist das neue Ladengeschäft von diakonia Textil in der Seidlstraße 4 mit peppigen Klamotten für junge und junggebliebene Kunden.

diakonia inhouse veröffentlicht ein Fachbuch, das die hauswirtschaftliche Komplettversorgung von Kinderbetreuungseinrichtungen im Fokus hat.

Die Fachzeitschrift "Rationale Hauswirtschaft" zeichnet diakonia inhouse mit "1. rhw-Hygiene-Preis" aus.

Das GebrauchtWarenhaus feiert sein zehntes Betriebsjubiläum in den neugestalteten Räumen in der Landshuter Allee 38.

2010

Die Regierungskoalition kappt die finanziellen Mittel für den betrieblichen Eingliederungszuschuss (BEZ), eine unbefristete Förderung für Beschäftigte, die auf dem ersten Arbeitsmarkt so gut wie keine Chancen haben.

diakonia beschäftigt 16 junge Menschen, die als Umschüler eine Ausbildung als Maler, Verkäufer oder Hauswirtschafter nachholen.

diakonia gewinnt den Rudolf-Freudenberg-Preis für die erfolgreiche Integration psychisch kranker Menschen in den Arbeitsalltag.

2011

Die Räumlichkeiten in der Landshuter Allee werden aufgegeben. Für 100 Beschäftigte entsteht in der Dachauer Straße 192 ein neues kaufhaus mit angeschlossenen Werkstätten, Spendenannahme und Sortierung.

diakonia Ebersberg feiert zehnjähriges Jubiläum. In dem ersten Betrieb Oberbayerns, in dem psychisch kranke und suchtkranke Menschen eine Beschäftigung fanden, arbeiten heute knapp 40 Personen.

Kleiderkammer und KASA (kirchlicher und allgemeiner Sozialarbeit) der Inneren Mission München befinden sich jetzt in der Seidlstraße 4.

2012

Der Malerfachbetrieb der diakonia feiert sein zehnjähriges Betriebsjubiläum.

Dank F.I.T, einer Initiative der Ev.-Luth. Landeskirche, gelingt es diakonia, den Kontakt zu evangelischen Kirchengemeinden zu intensivieren und um dort Kleidercontainer aufzustellen.

2013

Um Alttextilien wird derzeit erbittert gekämpft. Sowohl die Stadt München als auch Handelsketten bedrohen das Spendenaufkommen der diakonia.

diakonia inhouse veröffentlicht das Fachbuch "Der Hygienerahmenplan für Kitas".

diakonia beschäftigt knapp 400 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

2014

Die Zahl der Flüchtlinge steigt massiv an, diakonia übernimmt deren Erstversorgung und betreibt die Kleiderkammer in der Münchener Bayernkaserne.

Die Bundesregierung beschließt den Mindestlohn. Bei diakonia sind 100 Zuverdienstbeschäftigte davon betroffen. Für einen Großteil von ihnen ist die sozialversicherungspflichtige Anstellung nicht mehr möglich.

Die Innere Mission München überträgt diakonia inhouse die hauswirtschaftliche Leitung von 14 Kindertagesstätten.

2015

Dank der neu geschaffenen Beschäftigungsmaßnahme JobLink kann diakonia vielen Menschen mit Einschränkung trotz Mindestlohngesetz eine Perspektive anbieten.

Im Moosfeld eröffnet diakonia einen neuen Standort mit Spendenannahme, Sortierung und Fuhrpark. Auch der Malerfachbetrieb und die TipTopBOX ziehen ein, der Standort in der Gollierstraße wird aufgegeben.

diakonia Ebersberg wird aufgelöst. Ein Neustart gelingt mit der Eröffnung des Ladengeschäfts M7.

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